Elektro-Notfälle richtig einschätzen
Elektrische Probleme reichen von der durchgebrannten Sicherung bis zur akuten Brandgefahr. In Hamburg mit seinem hohen Altbaubestand kommen solche Fälle regelmäßig vor. Wann Sie sofort handeln müssen, wann Sie selbst prüfen können und was ein Notdienst kostet — das steht hier.
Echte Notfälle: Hier müssen Sie sofort handeln!
Bei folgenden Situationen sollten Sie unverzüglich den Elektro-Notdienst rufen – hier geht es um Ihre Sicherheit:
1. Brandgeruch aus elektrischen Installationen
Riechen Sie verbrannten Kunststoff, verschmorte Kabel oder einen süßlichen, stechenden Geruch aus Steckdosen, Schaltern oder dem Sicherungskasten?
- Sofort: Betroffenen Stromkreis am Sicherungskasten abschalten
- Danach: Raum lüften, Notdienst rufen
- Bei sichtbarem Rauch oder Feuer: Feuerwehr (112) rufen!
Brandgeruch deutet auf überhitzte Kabel, defekte Verbindungen oder Kurzschlüsse hin – hier besteht akute Brandgefahr!
2. Funkenbildung an Steckdosen oder Schaltern
Wenn beim Ein- oder Ausstecken von Geräten Funken sprühen oder Sie Funken im Inneren von Steckdosen sehen:
- Sofort: Gerät nicht weiter benutzen, Stromkreis abschalten
- Ursachen: Lockere Kontakte, defekte Steckdose, überlasteter Stromkreis
- Gefahr: Brandgefahr und Stromschlaggefahr
3. Stromschläge beim Berühren von Geräten
Wenn Sie beim Berühren von Geräten, Metallteilen oder Wasserhähnen einen elektrischen Schlag bekommen:
- Sofort: Gerät nicht weiter benutzen, Stromkreis abschalten
- Mögliche Ursachen: Defekter Schutzleiter, beschädigtes Gerät, fehlender FI-Schutzschalter
- Gefahr: Lebensgefahr bei stärkeren Strömen!
Wichtig: Auch leichte "Kribbeln" sind ein ernstes Warnsignal und sollten nicht ignoriert werden.
4. Freiliegende oder beschädigte Kabel
Sichtbare Drähte durch beschädigte Isolierung sind hochgefährlich:
- Sofort: Nicht berühren! Stromkreis abschalten.
- Absperren: Bereich markieren, damit niemand versehentlich berührt
- Häufige Ursachen: Nagetierfrass, mechanische Beschädigung, Alterung
5. Kompletter Stromausfall in der Wohnung oder im Haus
Wenn plötzlich der gesamte Strom ausfällt, prüfen Sie zunächst:
- Ist es ein allgemeiner Stromausfall? Haben die Nachbarn auch keinen Strom?
- Ist der FI-Schalter ausgelöst? Steht er auf "Aus" oder in Mittelstellung?
- Ist eine Sicherung gefallen? Prüfen Sie alle Sicherungen
Wenn es nur Ihre Wohnung betrifft und die Sicherung sofort wieder rausfliegt, liegt ein Defekt vor, der professionell behoben werden muss.
6. Sicherung fliegt wiederholt raus
Wenn eine Sicherung oder der FI-Schalter immer wieder auslöst:
- Einmal: Kann Zufall sein, z.B. durch Spannungsspitze
- Wiederholt: Deutet auf einen echten Defekt hin
- Gefahr: Notlösungen wie "Überbrücken" sind lebensgefährlich!
Das können Sie selbst überprüfen (bevor Sie anrufen)
Nicht jedes elektrische Problem erfordert sofort einen Notdienst. Diese Checks können Sie selbst durchführen:
Schritt 1: Sicherungskasten prüfen
- Ist eine Sicherung herausgesprungen? (Kippt in Mittelstellung oder zeigt "Rot")
- Steht der FI-Schutzschalter auf "Aus"?
- Prüfen Sie, ob eine Sicherung warm oder heiß ist (nicht anfassen, nur fühlen!)
Schritt 2: Letztes angeschlossenes Gerät identifizieren
- Haben Sie kurz vorher ein Gerät eingesteckt oder eingeschaltet?
- Dieses Gerät ausstecken und Sicherung wieder einschalten
- Funktioniert der Strom wieder? Das Gerät ist defekt und muss geprüft werden.
Schritt 3: Überlastung ausschließen
- Laufen zu viele Geräte gleichzeitig am selben Stromkreis?
- Besonders kritisch: Heizlüfter, Wasserkocher, Fön gleichzeitig
- Verteilen Sie leistungsstarke Geräte auf verschiedene Steckdosen/Räume
Schritt 4: Nachbarn fragen
- Ist der Strom im ganzen Haus ausgefallen?
- Wenn ja: Netzbetreiber (Stromnetz Hamburg) kontaktieren
- Wenn nein: Problem liegt in Ihrer Wohnung/Ihrem Haus
Elektrische Notfälle in Hamburger Altbauten: Besondere Herausforderungen
Hamburg hat einen hohen Altbaubestand, besonders in Stadtteilen wie Eimsbüttel, Eppendorf, Winterhude, Ottensen und Barmbek. Hier treten bestimmte Probleme häufiger auf:
Veraltete Elektroinstallationen
- Nullungssysteme: In sehr alten Häusern fehlt manchmal der separate Schutzleiter (grün-gelb)
- Unterverteilungen: Alte Schraubsicherungen statt moderner Automaten
- Fehlende FI-Schalter: Viele Altbauten haben keinen Fehlerstromschutz
- Stoffkabel: Alte, mit Stoff ummantelte Kabel sind brandgefährlich
Wer in einem solchen Haus wohnt, sollte die Elektrik schrittweise modernisieren — bevor es zum Notfall kommt.
Typische Probleme in Hamburger Altbauten
- Überlastung durch moderne Geräte an alten Leitungen
- Feuchtigkeit in Kellern führt zu Korrosion an Anschlüssen
- Alte Drehadriger-Kabel für heutige Anforderungen unterdimensioniert
- Beschädigte Isolierung durch Alterung und Wärmeentwicklung
Preis auf Anfrage>
Die Kosten für einen Elektro-Notdienst setzen sich typischerweise zusammen aus:
Übliche Preisbestandteile
- Anfahrtspauschale: Preis auf Anfrage (tagsüber), Preis auf Anfrage (nachts/Wochenende)
- Arbeitszeit: Preis auf Anfrage pro Stunde
- Material: Nach Aufwand
- Aufschläge: Nachts (22-6 Uhr), Wochenende, Feiertage: 50-100%
Typische Gesamtkosten
- Sicherung austauschen (einfach): Preis auf Anfrage
- FI-Schalter tauschen: Preis auf Anfrage
- Steckdose austauschen: Preis auf Anfrage
- Fehlersuche und Behebung: Preis auf Anfrage
Tipp: Fragen Sie vorab nach Festpreisen, um Überraschungen zu vermeiden. HeimServ arbeitet mit transparenten Festpreisen.
Wer zahlt den Elektro-Notdienst?
Mieter
Grundsätzlich ist der Vermieter für die Instandhaltung der elektrischen Anlage zuständig. Als Mieter:
- Informieren Sie den Vermieter/die Hausverwaltung
- Bei echtem Notfall (Brandgefahr, Stromschlag) dürfen Sie selbst beauftragen
- Dokumentieren Sie den Notfall (Fotos, Uhrzeit)
- Heben Sie die Rechnung für die Erstattung auf
Eigentümer
Als Eigentümer tragen Sie die Kosten selbst. Prüfen Sie:
- Deckt Ihre Wohngebäudeversicherung Elektroschäden ab?
- Gibt es Gewährleistungsansprüche bei neueren Installationen?
Prävention: So vermeiden Sie elektrische Notfälle
Regelmäßige Wartung und Prüfung
- E-Check: Alle 4 Jahre empfohlen, bei Altbauten öfter
- FI-Schalter-Test: Monatlich die Testtaste drücken
- Sichtprüfung: Regelmäßig Steckdosen und Kabel auf Beschädigungen prüfen
Richtiger Umgang mit Elektrogeräten
- Keine Mehrfachsteckdosen an Mehrfachsteckdosen ("Kaskadierung")
- Nicht mehr als 3.500 Watt an einem Stromkreis
- Defekte Geräte sofort austauschen
- Nur geprüfte Geräte verwenden (GS- oder CE-Zeichen)
Modernisierung bei Altbauten
- FI-Schutzschalter nachrüsten
- Alte Stoffkabel ersetzen
- Ausreichend Stromkreise für moderne Anforderungen
- Überspannungsschutz installieren
Elektro-Notdienst Hamburg: HeimServ 24/7
365 Tage erreichbar, in der Regel binnen 30 Minuten vor Ort. Festpreise, Arbeit nach VDE. In ganz Hamburg — von Blankenese bis Bergedorf, von Harburg bis Langenhorn. Als Elektriker Hamburg und Hausmeisterservice Hamburg erledigt HeimServ Notfalleinsätze und reguläre Elektroarbeiten aus einer Hand.
Elektro-Notfall: +49 177 2478775
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